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Sonority-Interview Porsche 928 GT – Florian

„Unfassbar ‚geiles‘ Langstreckenauto“

Florian, Du fährst diesen beneidenswert schönen und top erhaltenen Porsche 928 GT. Wie bist Du zu dem Auto gekommen?

Da muss ich kurz ausholen: Ich hatte bereits eine kleine Autosammlung mit einem 4-Zylinder, einem  6-Zylinder, einem 6-Zylinder Boxer und einem 12-Zylinder. Dazwischen klaffte noch eine Lücke für einen V8 und ein V10. Aber an den V10 trau ich mich nicht ran, deshalb war ich auf der Suche nach einem V8. Und da hatte ich die Wahl zwischen einem BMW M3, einem  M5, einer Mercedes G-Klasse V8, einem Mercedes E 500 oder einem Porsche 928.

Für mich war aber schnell klar: Es muss ein roter Porsche 928 mit Handschaltung und schwarzem Leder werden. Gefunden habe ich das Auto dann vor knapp zwei Jahren, als Corona losging, bei einem österreichischen Händler. Es war sogar ein seltener 928 GT, von dem  kaum mehr als 1600 Einheiten gebaut worden sind.  

Was fasziniert Dich besonders an dem Auto?

Der 928 war ja ursprünglich mal als Nachfolger des legendären 911er gedacht (Anm. d. Red: Alle 911er-Fans werden an der Stelle aufschreien!). Aus meiner Sicht hätte er auch das Zeug dazu gehabt. Freilich kam es nicht dazu, denn der 911er war damals schon eine Legende und wird bekanntermaßen bis heute weitergebaut.  Aber von der Technik und den Fahrleistungen her hätte er ein würdiger Nachfolger sein können: Das Auto hatte alle technischen Highlights, die damals verfügbar waren: ein Fünfganggetriebe, das Transaxle, ein höhenverstellbares Lenkrad und Armaturenbrett und nicht zuletzt den komplett neu entwickelten V8.

Und wie fährt sich der 928 GT?

Beim Fahren merkt man schnell den Unterschied zwischen den Baureihen 911 und 928. Der 928 ist ein echter GT und kann alles, außer schmalen, kurvigen Landstraßen. Und der „Elfer“ ist eine echte „Rennsau“ und kann alles, außer Autobahn.

Der durchzugsstarke 5-Liter V8 Clubsportmotor in Kombination mit dem Sport Fünfganggetriebe und der Ausstattung des S4 macht den 928 GT zu einem unfassbar „geilen“ Langstreckenauto. Er ist eine echte „Wuchtbrumme“ und strotzt vor Kraft bei gleichzeitig smoother Kraftentfaltung. Ganz anders als ein „Elfer“, den man schon ein bissel treten muss.

Wenn ich meinen 928 etwa mit dem BMW  M 625 vergleiche, beschleunige ich im 3. Gang problemlos aus dem Ort heraus. Der BMW dagegen muss im 2. Gang hochorgeln, bis sich fast das Getriebe zerlegt, um dran zu bleiben.

Wie entstand die Idee, Deinen 928 mit einer tollen HiFi-Anlage auszustatten?

Man hörte der Anlage einfach an, dass sie 30 Jahre auf dem Buckel hatte: Die Bässe schepperten und die Höhen rauschten. Da hab ich mir gedacht: Jetzt hast Du so viel Geld für das Auto ausgegeben, da kannst Du auch noch in einen „gescheiten“ Sound investieren. Deshalb bestellte ich mir das Sonority Premium Paket mit dem kleinen, aber sehr leistungsstarken Audiotec Fischer DSP-Verstärker mit 400 Watt.

Hattest Du schon immer einen Faible für guten Sound im Auto?

Schon bei meinem ersten Auto, einem VW Golf, gingen etwa zehn Prozent des Gesamtbudgets für die Stereoanlage drauf. Die Anlage habe ich damals selber eingebaut, mit fetten Pioneerboxen direkt in der Hutablage. Echt cooler Sound damals!

Und wie bist Du zufrieden mit der neuen Anlage?

Beim ersten  Eindruck war die Anlage für meine Ohren noch nicht perfekt abgestimmt. Aber Michael bietet ja die Möglichkeit der individuellen Klangabstimmung an. Beim Abholen des Autos haben wir uns mit meinen „Test-CDs“ ins Auto gesetzt und den Klang perfekt für mein Hörempfinden eingestellt.

Jetzt bin ich neugierig: Was waren die „Test-CDs“?

Ich hatte „Best of Queen, „Best of Supertramp“ und was von Simply Red und Robbie Williams dabei. Damit kann man die Anlage ein bissel „quälen“ und schauen, was geht.

So haben Michael und ich den Klang mit dem Laptop optimiert, bis es für meine Ohren gepasst hat! Als ich dann kurz darauf, bei starkem Regen mit Tempo 60 auf der A9 zurück nach München gefahren bin, war ich begeistert. Mit Simply Red im CD-Player fühlte ich mich fast wie auf einem Live-Konzert.

Seit wann bist Du eigentlich schon Porsche-Fan?

Das ist eine lustige Geschichte: Mein Vater war schon immer BMW Fan und fuhr einen 7er, was Markenfremdes war in der Firma nicht erlaubt. Noch nicht einmal ein Alpina, den ich ihm als Kind gerne angedreht hätte. Aber einige seiner jüngeren Mitarbeiter kamen mit einem Porsche 911 an. Das hat mich damals enorm beeindruckt.

Zu meinem 40. Geburtstag habe ich mir dann den Traum erfüllt und meinen ersten 911er gekauft. Vor zwei Jahren kam dann noch der grandiose 928er dazu.

Steht noch ein anderes Auto auf Deiner Wunschliste?

Ein Lancia Delta Integrale wär’s noch, aber den bekomme ich zu Hause nicht genehmigt (lacht).

Würdest Du auch einen  Elektro-Porsche kaufen?

Dafür bin ich, glaub ich, schon zu alt. Aber wir haben kürzlich in der Familie diskutiert, ob ein elektrischer BMW i3 anstelle des BMW 1er ins Haus kommt. Ich mag dieses Elektromobil sehr für die Stadt. Allerdings wurde die Idee schnell wieder verworfen, weil wir keinen Stromanschluss in der Garage haben.

Das Interview führte Armin Götz

A G

Autor A G

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